Marktplatz
Impulstag 2021

Marktplatz I

Naturhistorisches Museum, hinterer Eingang beim Bambuswald

Nachhaltige Ausstellungsreihe

Das Naturhistorische Museum Freiburg hat im Jahr 2019 die Ausstellungsserie «Biodiversität Freiburg» lanciert. Mit einer jährlichen Ausstellung zu einem regionalen Thema beabsichtigt es, eine breite Bevölkerungsschicht für ein globales Thema zu sensibilisieren. Wiederverwendbare und modulare Ausstellungselemente aus Holz, einheitliche Textstrukturen und grafische Elemente erlaubten eine effiziente und flexible Realisation von drei kleinen Ausstellungen.

Peter Wandeler, Naturhistorisches Museum Freiburg

 

Wanderausstellung über Klimaerwärmung

Das Réseau romand Science et Cité hat eine Wanderausstellung entwickelt, die die globale Erwärmung auf umfassende Weise speziell für eine Junge Zielgruppe thematisiert.

Horace Perret, Réseau Romand Science et Cité

Ausstellung über nachhaltige Lebensmittelproduktion

Die neue Hauptausstellung «Wer ist Landwirtschaft?» thematisiert brennende aktuelle Fragen rund um das Thema nachhaltige Lebensmittelproduktion und verbindet sie mit historischen Objekten.
Sie zeigt auf, wo der Zündstoff liegt: z.B. in der industriellen Lebensmittelproduktion, im Umgang mit Pestiziden und Gülle, bei der Bearbeitung des Bodens, beim Verlust an Biodiversität und Sortenvielfalt, in der globalen Konkurrenz und nicht zuletzt den Konsument*innen.

Katrin Blassmann, Museum Burgrain

reGeneration4: Dokumentation des Nachdenkens über unsere Alltaspraktiken

Die Ausstellung "reGeneration4", die letzte vor der Schliessung des Elysée-Geländes, bot Gelegenheit, über unsere Alltagspraktiken nachzudenken und dies zu dokumentieren. Während bestimmte Massnahmen für eine nachhaltige Entwicklung bereits Teil unserer heutigen Praxis waren, ging es in erster Linie darum, unsere Arbeitsweise zu reflektieren und zu bewerten. Dies, um sie zu verbessern und nach der Wiedereröffnung ökologisch gestaltete Ausstellungen zu produzieren. Auch jede im Rahmen der "reGeneration4"-Produktion durchgeführte umweltbewusste Aktion wurde in einem Dokument festgehalten.

Yannick Luthy, Musée de l'Elysée

Sonderausstellung ERDE AM LIMIT

ERDE AM LIMIT, eine Wanderausstellung, nimmt die hochaktuellen Fragen ins Visier, wie wir Menschen durch unsere Aktivitäten natürliche Ressourcen übernutzen.
Wir haben beim Ausstellungsbau ganz bewusst auf eine nachhaltige Produktion geachtet. Dabei haben wir uns auf die Prinzipien Rethink, Reuse, Reduce und Recycle fokussiert: So sind viele Materialien bewusst wiederverwendet worden; wie ein altes Holzdach, Baumaterialien und Bauten aus Ausstellungen von anderen Museen oder auch recycliertes Plexiglas.

Anna Pevzner, Naturhistorisches Museum Basel

Ausser man tut es

Die Sonderausstellung «Ausser man tut es. Nachhaltigkeitsprojekte in Küsnacht» im Ortsmuseum Küsnacht macht auf verschiedene vorhandene, geplante oder erwünschte Küsnachter Projekte zum Thema «Nachhaltigkeit» und die Menschen dahinter aufmerksam. Anstoss für die Ausstellung gibt das Gipfelstürmer Programm, das 2020 und 2021 die Küsnachter Bevölkerung auf ihrem Weg in eine nachhaltige Zukunft unterstützt und zum Visionieren angeregt hat.

Elisabeth Abgottspon, Ortsmuseum Küsnacht

GLOBAL HAPPINESS. Was brauchen wir zum Glücklichsein?  

GLOBAL HAPPINESS Mini ist eine mobile Ergänzung aus der Helvetas-Ausstellung GLOBAL HAPPINESS. Was brauchen wir zum Glücklichsein?  Mit Kurztexten, Links zu Videos (QR Code), Geschichten, Bildern und Zitaten wird folgenden Fragen nachgegangen: Was macht das individuelle, was das globale Glück aus? Was sagt die Glücksforschung? oder Kann weniger mehr sein? Und schliesslich: Wie könnte «nachhaltiges Glück» aussehen?

Anna van der Ploeg, Helvetas

Marktplatz II

Alpines Museum, Hodlersaal

Wechselausstellungsbörse der naturwissenschaftlichen Museen der Schweiz und Liechtenstein

Naturwissenschaftliche Museen erstellen regelmässig Wechselausstellungen, die sie bei sich selber zeigen und dann komplett auf Wanderschaft schicken. Einmal im Jahr werden die Angebote gesammelt und zugänglich gemacht. Die Ausstellungen stehen für einen symbolischen Beitrag zur Verfügung. Durch das mehrmalige Zeigen der Ausstellungen ist es möglich, Material, Kosten und Personalressourcen einzusparen und mehrmals zu verwenden.

Daniela Zingg, Naturmuseum Winterthur

Ergänzung "Leichte Sprache" 

Das Science Exploratorium UZH präsentiert aktuelle Forschung der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät. Dabei wird speziell darauf geachtet, Menschen mit Lese- oder Lernschwierigkeiten zu inkludieren. Deshalb sind die Ausstellungen und das Schaufenster mit «leichter Sprache» ergänzt.
Zudem ist das rollstuhlgängige Museum mit seinen sechs Wechselausstellungen so konzipiert, dass die Infrastruktur inklusive der Informationsflächen trotz wechselnder Themen beibehalten werden kann.

Milena Perraudin, Science Exploratorium UZH

Backbone für Nachhaltigkeitslabel

Struktur und Kriterien bilden das Rückgrat eines Nachhaltigkeitsnachweises. Die Wirkungsfelder sind das Bauwerk und der Betrieb. Die Bewertung eines Bauwerks ist im Bauwesen bereits kultiviert. Es bietet sich an, den Betrieb mittels  einem Nachhaltigkeitsbericht auf der Basis der Global Reporting Initiative (GRI), zu bewerten. Die Museumsbranche hat die Chance aus bereits vorhandenen Grundlagen (Backbone) ihr eigenes Label zur entwickeln.
Oliver Brückner, Amstein + Walthert AG

"Vert le futur" - das Netzwerk für Nachhaltigkeit der Veranstaltungsbranche

Stefanie Günther Pizarro & Lilli Megerle, Vert le futur

Kultur inklusiv

Die Fachstelle Kultur inklusiv von Pro Infirmis ist das Kompetenzzentrum für inklusive Kultur in der Schweiz und trägt somit zur sozialen Nachhaltigkeit bei. Die Fachstelle versteht Inklusion als Mehrwert und gesellschaftlichen Prozess, den sie im Kulturbereich schweizweit mit anstösst und begleitet. Kern der Fachstelle ist das Label «Kultur inklusiv».
Sara Stocker & Andrea Schönhofer, Fachstelle Kultur inklusiv

«Multaka – Museum für Kommunikation»: soziale Nachhaltigkeit durch inklusive Museumsproduktion

Wie können Museen Menschen mit migrantischen Lebenserfahrungen als Besucher:innen und als Produzent:innen einbeziehen? Was müssen sie tun, um gesellschaftliche Diversität zu einem Teil ihrer selbst zu machen, so inklusiver und sozial nachhaltiger zu werden? Das Museum für Kommunikation stellt sich diesen Fragen auf strategischer Ebene und konkret in der Museumsproduktion. Gemeinsam mit drei Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrung entwickelt es zurzeit das Publikumsangebot «Multaka – MfK».
Vero Reyes, Museum für Kommunikation